Author Topic: Pantaenius Rund Skagen  (Read 6256 times)

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Offline andreas

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #15 on: January 28, 2008, 22:18:09 PM »
Bekannterweise dürfen da ja keine Boote ohne Einbaumaschine oder unter 9,50 m Länge mitfahren. Das heißt, wir brauchen also eine Sondergenehmigung.

Die Minis sind definitiv auch bei Mistwetter geeignet an so einer Regatta teilzunehmen. Auch wenn ein bisschen gekreuzt werden muss. Zu zweit gesegelt sowieso,... finde ich. Man kann dem Veranstalter ja vorschlagen das Ganze auch vom Wetter abhängig zu machen. (Wozu eigentlich eine Einbaumaschine ?). Wenn das fiese Tief mit 40 Kn Wind kommt, werden kluge Leute sowieso das Telefon hoch nehmen und fragen was ein Flug nach Malle kurzfristig kostet....
Aber wenn man das letzte Frühjahr als Maßstab nimmt, könnte es auch eher mukkelig werden...

Offline Thomas

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #16 on: February 04, 2008, 03:58:09 AM »
Nach Hans' Aussage wollen sie bis Mai schon ein paar von den Booten (zumindest aber Hans' persönlichen 2win650) auf dem Wasser haben. Er ist stark am Überlegen, das Skagen mitzufahren.
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Offline Pogolino

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #17 on: February 05, 2008, 02:13:14 AM »
Jetzt tut sich was. Henrik hatte Kontakt zum Rennleiter, nachdem sich schon die Sponsoren sehr positiv geäußert haben. Um es mal vorweg zu nehmen: gegen Minis mit ihren Motoren und ihrer Größe gibt es keine Einwände. Die Gedanken, die sich der Rennleiter macht, gehen eher in Richtung Crewstärke und damit verbunden Double Hand allgemein. Womit er völlig recht hat ist eben, daß man am Anfang des Rennens in seemännisch anspruchsvollem Revier fährt, dieses Jahr auch noch sehr früh und damit verbunden kalt und windträchtig. Gegen Ende wird die Schiffahrtsdichte ziemlich hoch und den Großen sitzt man im Belt ganz schön dicht auf der Pelle.
Somit erstmal die Fakten: Einer an Bord muß ISAF Sicherheit haben und das Boot muß nach Kategorie zwei inkl. Rettungsinsel und EPiRB ausgerüstet sein. (dachte eigentlich, das sei nicht nötig, galt aber nur für die sonstige Nordseewoche) Das soll alles ordentlich sicher sein, anders kann ich es mir nicht erklären, daß für ein Rennen mit dauerhafter Landsicht eine EPiRB nötig sein soll.
Was mal zur Diskussion gestellt werden soll, ist die Qualifikation. Nicht lachen! Ist eben Nordsee, Land in einer Richtung, die meistens Lee ist, flaches Wasser und Mai. Natürlich sollen wir keinen Qualimarathon veranstalten, aber es geht einfach darum, daß jeder Skipper wenigstens schon mal 100 oder 200 Meilen mit seinem Boot am Stück möglichst unter Regattabedingungen absolviert hat. Hier sind wir schon im zu verhandelnden Bereich. Mal meine Meinung: in Anbetracht des Reviers, der Jahreszeit und der Bequemlichkeit unserer Boote find ich das nicht schlecht. Die Frage ist, wieviel Meilen bieten wir als Minimum an. Sollen die Meilen mit dem betreffenden Boot absolviert worden sein, oder geht auch ein vergleichbares? Zählen nur Meilen unter Regattabedingungen?
Der einfachste Weg wäre sicher, alle die sich melden, hätten auch eine Regatta mit 100 oder mehr Meilen mit ihrem Boot im Kielwasser. Die ließen sich nämlich am einfachsten und zweifelsfrei nachweisen. Nur: wer bleibt da noch übrig?
Nun wären Eure Meinungen interessant, damit wir für den Fall einer Gruppe halbwegs homogen auftreten und nicht, wie schon passiert, Anrufe in Hamburg eingehen von angeblichen Klassenorganisatoren. Das könnte nämlich wieder allerhand kaputt machen, was bisher aufgebaut wurde. Und für das, was aufgebaut wurde, dürfen wir wahrscheinlich hauptsächlich Henrik danken.

Offline Thomas

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #18 on: February 05, 2008, 09:21:36 AM »
Für alle Nicht-Forum-Leser könnte man ja noch mal eine Rundmail schreiben...
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Offline malchuth

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #19 on: February 07, 2008, 19:27:33 PM »
100 Meilen nonstop innerhalb einer Regatta mit diesem Boot waeren zumindest fuer Joern und mich das ko-Kriterium, die koennen wir vorher mangels geeigneter Regatta nicht mehr fahren.
Was ist ISAF Sicherheit? Kenn mich mit den dt. Bezeichnungen nicht aus.

Offline thorsten

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #20 on: February 10, 2008, 12:33:09 PM »
Somit erstmal die Fakten: Einer an Bord muß ISAF Sicherheit haben und das Boot muß nach Kategorie zwei inkl. Rettungsinsel und EPiRB ausgerüstet sein. (dachte eigentlich, das sei nicht nötig, galt aber nur für die sonstige Nordseewoche) Das soll alles ordentlich sicher sein, anders kann ich es mir nicht erklären, daß für ein Rennen mit dauerhafter Landsicht eine EPiRB nötig sein soll.
Was mal zur Diskussion gestellt werden soll, ist die Qualifikation. Nicht lachen! Ist eben Nordsee, Land in einer Richtung, die meistens Lee ist, flaches Wasser und Mai. Natürlich sollen wir keinen Qualimarathon veranstalten, aber es geht einfach darum, daß jeder Skipper wenigstens schon mal 100 oder 200 Meilen mit seinem Boot am Stück möglichst unter Regattabedingungen absolviert hat. Hier sind wir schon im zu verhandelnden Bereich. Mal meine Meinung: in Anbetracht des Reviers, der Jahreszeit und der Bequemlichkeit unserer Boote find ich das nicht schlecht. Die Frage ist, wieviel Meilen bieten wir als Minimum an. Sollen die Meilen mit dem betreffenden Boot absolviert worden sein, oder geht auch ein vergleichbares? Zählen nur Meilen unter Regattabedingungen?
Der einfachste Weg wäre sicher, alle die sich melden, hätten auch eine Regatta mit 100 oder mehr Meilen mit ihrem Boot im Kielwasser. Die ließen sich nämlich am einfachsten und zweifelsfrei nachweisen. Nur: wer bleibt da noch übrig?

Warum sich nicht einfach an das halten, was von der Regattaleitung vorgeschrieben wird: Rund Skagen ist nun mal als Sicherheitskategorie 2 eingestuft, welches Insel und EPIRB beinhaltet. Das gilt für alle Boote, warum also nicht auch für Minis.
Vorgeschrieben ist auch ein dem Revier entsprechender Segelschein als Qualifikation, für's Rund Skagen wohl der BK-Schein oder SportSeeSchifferSchein oder wie der sich jetzt nennt. Wenn das für die anderen Boote reicht, warum dann nicht auch für Minis? Warum noch 100 extra nonstop Seemeilen in einer Regatta? Haben die anderen doch auch nicht und ist auch nicht gefordert.
Es sollte auch reichen, wenn einer an Bord ein ISAF Sicherheitstraining absolviert hat, nicht, wie bei derClasse Mini vorgeschrieben, jeder Teilnehmer. Für eine Kategorie 2 Regatta wie Rund Skagen ist das Ausreichend (mindestens 50% der Mannschaft).

Das Rund Skagen ist nun mal keine offizielle Classe Mini Regatta und wird es wohl auch so schnell nicht werden. Wir wollen für die Minis nur eine eigene Wertung (genau wie die Sprinten oder B25s) um nicht nach IMS oder ORC-Club vermessen zu müssen. Deshalb sollten wir nicht die Hürden immer höher schrauben um irgendwann über das Ziel hinaus zu schießen. Lasst uns lieber am Pfingstmontag vernünftig entscheiden ob gefahren wird oder nicht und ob alle mitfahren können/sollten. Bei angekündigten NW7 gehe ich da bestimmt nicht raus. Vielleicht sind andere auch so vernünftig, obwohl sie keine 100 Regattameilen vorweg haben.
Und, wie schrieb Matze so schön,

              Minis sind ganz normale Boote, nur anders.

Offline malchuth

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #21 on: February 10, 2008, 22:52:24 PM »
Nachdem ich mich den halben Nachmittag ueber dieses Theater geaergert habe, habe ich beschlossen das  bisher eigentlich gar nichts passiert ist.
Ich werde ganz normal Nordseewoche incl. Rund Skagen melden uns dann sehen was passiert. Dt. Segelscheine habe ich nicht hoeher als Sportboot See, was "ISAF Sicherheit" ueberhaupt ist erschliesst sich mir auch nach der Lektuere der ISAF-Sites nicht. Pogolino hat selbstverstaendlich Insel, Epirb und Sart, neben dem ganzen anderen Safety-Gelumpe, an Bord und wir fahren mit MCA Master 200gt, comm. end. (was MCA Sea Survival einschliesst) und Joerns Triple S-Scheinchen.
Sollte mir dann der Veranstalter erlaeutern wollen dass ein Boot was auch mit Loch im Rumpf noch schwimmfaehig ist, sowieso mind. 5 Loecher weniger (2x head und 3x engine) im Rumpf hat, weniger sicher ist als ein Standard IMS-Eimer, der vielleicht 4m laenger ist, oder wir als Segler nicht qualifiziert genug waeren, dann steuern wir nach dem NRWCup halt einfach SW anstatt NO und fahren stattdessen am gleichen Wochenende das Bruinebankrace (www.bruinebankrace.nl) mit.
Entweder die behandeln uns wie jedes andere Boot auch, wovon ich eigentlich ausgehe, oder die duerfen auf unser Startgeld verzichten.

@thorsten: it's never the wind, it's always the sea state that kills you ;-)

Offline thorsten

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #22 on: February 12, 2008, 21:46:19 PM »
Nun wollen wir doch mal nicht gleich den Sand in den Kopf stecken. Die Nordseewoche ist nun mal eine offizielle Verbands-Regatta und Teil der Deutschen Meisterschaft im Seesegeln, anders als die Hessenregatta oder der NRW-Cup. Logisch, dass also auch die Teilnahmevoraussetzungen etwas andere sind. Aber, jeder der schon Verbandsregatten gesegelt ist weiß um diese Voraussetzungen.
Ausländische Scheine zählen leider nicht dazu, es muß ein Segelschein des Landes sein, für das ich starte. Es muß aber ein Segelschein sein und der SpoBoSee ist eben nur ein reiner "Moderbootschein", berechtigt also nicht zum Mitsegeln. Es sei denn, man möchte in der "Moderbootdivision" den first place machen.
Der Yachtmaster hilft da leider auch nicht weiter, selbst in good old England nicht, es sei denn Du bist selber very British. Aber wozu das Gejammer? Jörn hat doch den SSS. Na bitte, geht doch.

@thorsten: it's never the wind, it's always the sea state that kills you ;-)
Ein Blick auf die Karte verrät einem was für ein "sea state" bei Nordwest 7 am Blavands Huk oder weiter oben zu erwarten ist. No wind, no sea state.


Don't worry, be happy.

Offline malchuth

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #23 on: February 13, 2008, 11:17:19 AM »
Hallo Thorsten,

Danke fuer Deine geduldigen Erklaerungen.

Quote
es muß ein Segelschein des Landes sein, für das ich starte.
Oh je, das wird ja immer komplizierter. Pogolino faehrt unter der Flagge von Qatar/Katar. Hier gibt es ueberhaupt kein Segelscheinsystem. Anyway...ich denke das muessen wir nicht weiter vertiefen. ;-)

Quote
No wind, no sea state.
Da wuerde ich nicht drauf wetten.

Gruss und Danke,
Dirk

Offline Henrik

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #24 on: February 15, 2008, 11:50:02 AM »
Also jetzt muss ich doch mal kurz etwas aufklären:
Für die Boote der MINI-Kategorie gelten selbstverständlich die gleichen Bedingungen, wie für alle anderen Boote die an Rund Skagen teilnehmen werden. Der Veranstalter geht rein technisch von seetüchtigen Booten mit entsprechender Seenotausstattung aus.

Es gibt lediglich Bedenken, dass die teilnehmenden Crews evt. nicht alle unbedingt Regattaerfahren sind. Dies begründet sich auf die Erfahrungen der Vorjahre. Ich selbst stehe dem Thema Skaggerak im Frühling bei extrem widrigen Temperaturen und Windverhältnissen durchaus mit Respekt gegenüber. Jeder, der hier um diese Jahreszeit segelt, sollte sich bewusst sein, das dies keine Raumwindglitsche ist. Gerade Doublehand ist die Luft schnell raus und in den dänischen Gewässern ist nun mal erheblich mehr los, als vor der bretonischen Küste oder gar mitten im Atlantik.
Gut - das Wissen ist wohl vorauszusetzen, aber dennoch halte ich einen Nachweis über Langstrecken-Erfahrung im MINI auf einer wie auch immer gearteten Strecke durchaus für angebracht.

Da eine Teilnahme von MINIs an einer etablierten Hochsee-Regatta in Deutschland gänzlich Neu ist, kann ich eine gewisse Skepsis sehr gut nachvollziehen. Also, es liegt an uns, den guten Ruf der MINIs zu erhalten und vielleicht schaffen es ja alle, doch noch eine entsprechende 'Bewerbung' abzugeben.

Viele Grüße
Henrik

Offline andreas

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Re: Pantaenius Rund Skagen
« Reply #25 on: February 17, 2008, 17:37:04 PM »
......

also wie war das noch mit dem Geist der Classe Mini ?

Etwa so ?: Ein Mini-Segler sollte erfahren sein, gestandene Persönlichkeit mit Skipper-Mütze, eine Club-Flagge aufhissen ( Heisssst das soo ?), den Adenauer so groß wählen, dass das Tuch soeben die Wasseroberfläche berührt... natürlich alle Scheine des Deutschen Segler-Super Verbandes, inkl. aller Funk-Lizenzen und der Lizenz zum Töten,... er sollte freiwillig einfach so schon mal sein Boot registrieren lassen damit er dann bei Zeiten brav seine Boots-Steuer abführen darf....

Mann oh Mann, ...ob man diese Scheine hat oder nicht, ob sie gefordert sind oder nicht,... das einzige was zählt ist Erfahrung. Wenn man bei deutschen Hochseeregatten eine Kontrolle machen würde, liegt meine pers. Schätzung so, dass ca 30% der Skipper diesen beknackten, völlig überflüssigen Schein haben. Einen Mann mitzunehmen der ihn dann hat ist noch viel bescheuerter. Da wären ja die Schildbürger noch schlauer gewesen. Der Mitsegler mit Schein rettet dann, wie im Film, alle anderen Mitsegler ohne Schein und den Skipper der schon 5 mal um die Erde gesegelt ist....? Absolut lächerlich... Wie lange soll man diesen ganzen Mist denn noch schlucken ? Die Scheine sind nur dazu da einer kleinen Gruppe von Menschen  in D ein nettes Gehalt zu sichern und sonst nix.

Ein Erfahrungsnachweis ist immer gut. Aber mehr Handlungsbedarf ist nicht zu entdecken. Man sollte eigentlich in dieses Schein-Gebrabbel nicht mit einstimmen und das ganze nicht so hoch aufhängen aber ich musste meine Meinung trotzdem mal kundtun. In Skandinavien gibt's weder Bootsführerscheine noch eine Vorschrift für Regattasegler. Wurde nie gebraucht und es gibt dort nicht mehr sondern weniger Unfälle.

Andreas

( "man soll den Sand nicht in den Kopf stecken" Zitat eines deutschen Fußball-Helden)
« Last Edit: February 17, 2008, 23:33:02 PM by andreas »