Author Topic: Survival Suit  (Read 3265 times)

0 Members and 1 Guest are viewing this topic.

Offline andreas

  • Sr. Member
  • ****
  • Posts: 363
Survival Suit
« on: January 29, 2008, 22:58:20 PM »
Hat noch jemand einen Survival Suit im Schrank ? Guy Cotton o.Ä. ?? Zu kaufen oder leihen ?
Grüße,
Andreas

Offline Pogolino

  • Newbie
  • *
  • Posts: 12
Re: Survival Suit
« Reply #1 on: January 30, 2008, 14:46:37 PM »
Zählt mein Musto HPX Ocean Trockenanzug als solcher? Wenn nicht, dann habe ich Freunde hier in Greifswald, die sich vier Monster Helly Hansen Überlebensanzüge für eine Spitzbergentour vor ein paar Jahren zugelegt haben. Seitdem liegen die Dinger auf dem Dachboden herum, sehen gut aus und werden kaum benutzt. Hatte  letztens mal einen an, weil ich ins Wasser mußte. Sind schon eine Wucht, nur eben auch recht voluminös und schwer. Von wann bis wann bräuchtest Du denn einen? Soll ich mal fragen, ob so ein HH Ding zu verkaufen wäre? Die haben damals - glaube ich - gebraucht nur wenige hundet Euro dafür ausgegeben. Vielleicht finde ich ja auch deren Quelle.
Wenn Du Rund Skagen mitkommst, besorg ich Dir einen für eine Saison kostenfrei :-)

Offline andreas

  • Sr. Member
  • ****
  • Posts: 363
Re: Survival Suit
« Reply #2 on: January 30, 2008, 21:53:20 PM »
Hallo Olli,

danke für das nette Angebot ! Ich werde sehen was ich mit Skagen hinkriege. Aber diese Mittelmeer -Geschichte raubt mir jetzt schon die letzte freie Minute (und Nerv)... ( ich hätte sonst im Tausch noch ein paar Kohle-Wärme-Pads anzubieten....für die Schuhe, Handschuhe und den Popo...)

Eigentlich suche ich einen Survival Suit für meine Crew. Die Dinger sind ja für Beide Vorschrift. Zumindestens bei längeren Strecken. Ich bin nicht sicher welche Anforderungen die erfüllen müssen. Gibts da eine Norm ? Hab' ich vergessen. Irgendwas steht da drauf gedruckt.

Ich habe 1x Guy Cotton und der ist 'ne Wucht in Tüten sozusagen... Aber ziemlich teuer. Wenn er leichter trocknen würde, könnte man ihn bei Mistwetter auch ruhig öfter gegen das Ölzeug tauschen. Es ist jedenfalls deutlich wärmer und trockener in dem Ding. Man sieht nur ziemlich bekloppt darin aus aber wer sieht einem schon da draußen...? Wer friert ist entweder dumm oder arm hat mein Vater immer gesagt.

Also ich glaube Henrik wird mir seinen 2ten leihen wenn er ihn nicht selbst braucht. Sonst würde ich auf eine Leihung gerne nochmal zurück kommen. Oder auf einen guten Preis zum Kaufen auch. Die Leihgebühr kriegen wir schon geregelt denke ich...

(-;

Danke erst mal,
sag' mir bescheid bitte

Andreas




Offline Thomas

  • Administrator
  • Sr. Member
  • *****
  • Posts: 466
  • Sail your dream
      • About Me
Re: Survival Suit
« Reply #3 on: February 01, 2008, 00:46:04 AM »
Aaach... ja, Survival Suits sind schon 'ne tolle Sache. Ich hatte mal die Freude, von unserem Lotsenkat aus ins Wasser geworfen zu werden, um mich dann wieder rauszufischen. Hatte aber einen besch*eidenen italienischen "Billiganzug" an. Das merkt man an der Verarbeitung! Die Nähte ziehen leider Wasser, und das soll's ja gerade nicht sein! Offen vernäht, nicht verschweißt!?! Wie kann man sowas zulassen...
Rebuilding The Unofficial Minitransat Website.

Offline malchuth

  • Jr. Member
  • **
  • Posts: 64
Re: Survival Suit
« Reply #4 on: February 02, 2008, 03:05:19 AM »
Klar gibt es für Survival Suits eine Norm. Die besagt grob das es 2 Typen gibt, gefüttert (insulated) und ungefüttert (non insulated). Ein insulated SurvSuit soll die Körpertemperarur des tragenden in <2°C. Wassertemperatur innerhalb von 6 Stunden um nicht mehr als 2 Grad absinken lassen. Bei einem ungefütterten ist es natürlich sehr stark abhängig davon was Du drunter trägst.
Detailierte Info gibt es, wie immer, bei der IMO. Aber frag mich nicht welche Docs dazu was sagen.

Gruss,
Dirk

Offline Pogolino

  • Newbie
  • *
  • Posts: 12
Re: Survival Suit
« Reply #5 on: February 02, 2008, 11:01:28 AM »
Aber frag mich nicht welche Docs dazu was sagen.


Mein Professor für Schiffssicherheit hat dazu mal allerhand gesagt. Der hat sich mal im Rahmen einer Versuchsreihe in den 80ern mit einem isolierten Apparat 12 Stunden lang in die gefrorene Warnow gelegt, in die man zu diesem Zweck ein Loch schlagen mußte. Er blieb komplett warm und hatte nur das Problem, daß die Augenbrauen beim gefrieren fürchterlich juckten. Welche IMO Norm die Dinger haben, habe ich vergessen, aber demnach meine ich mal gelesen zu haben, daß mein Mustoding die unisolierte Norm wohl erfüllen muß.
Die Frage bleibt, was die Guide Mini als Ü-Anzug anerkennt und was nicht.
Wenn es eines der Monster aus Greifswald wird, dann sind die garantiert allen Normen und administrativen Ansprüchen gewachsen, nur leider nicht alltagstauglich. Die haben nämlich fürchterlich fette Stiefel an den Hosenbeinen und so komische Handschuhe dran mit drei Fingern aus widerlich starrem Material, aber eben warm. Wäre allenfalls mal was für "Wetten Dass???" Wetten daß sie es nicht schaffen im Laufe der Sendung zehn weibliche Friseurazubis mit überlangen Fingernägeln auf die Bühne zu bringen, die mit so einem Anzug angezogen innerhalb von fünf Minuten ihre Mobiltelefone anschalten, den PIN eingeben und eine SMS mit dem Inhalt "Schnuckiputzi hat Dich lieb" an Ihre Freunde schicken.
Geht mit den Dingern ganausowenig wie Knoten machen, Schäkel öffnen und Vorsegel wechseln.

Offline andreas

  • Sr. Member
  • ****
  • Posts: 363
Re: Survival Suit
« Reply #6 on: February 02, 2008, 22:22:47 PM »
Der Guy Cotton ist sein Geld schon wert. Das muss man sagen. Er wärmt wunderbar und er hat sogar einen super lenz-Schniepel zum aufrollen. Da kann man sein Gemächt zum Pipi-machen durchschieben. Man muss allerdings vorher ein bisschen in Wasser-festen Magazinen stöbern um den 30 cm langen Neopren-Tubus angemessen auszufüllen... (-:

Mit Groß-Geschäften sieht's dagegen schlecht aus. Aber das soll ja auch zusätzlich die Wärme im Anzug konservieren und man sitzt dann schön weich ....



Prrusst,.... ohjess muss mich erst mal vom Lachen über meine eigenen Witze erholen...sorry

Olli, noch eine ernste Frage : Hast Du eine gute Idee wie man die neuen Super-Regeln der Classe Mini intelligent in Bezug auf das heraus-Schieben der Rettungsinsel in 15 Sekunden, bei einem Gewicht von 34,5 KG, technisch lösen kann ? ( Abgesehen davon auch dass man Vaseline bräuchte um das Zäpfchen durch zu kriegen....)

Meine erste Idee war, 2-3 Stroppse oder Drähte zu spannen. Wenn das Ding dann hinten raus soll wäre es von den Leinen geführt, an Ösen aufgehängt in Richtung Luke leicht raus zu drücken.... und das Ganze wiegt nicht viel. Ich weiß aber nicht, wie sich 34,5 KG in den Leinen aufgehängt so verhalten, bzw wie das Ganze hin und her pendelt oder bei hohem Zug auf die Beschläge, bzw., den Rumpf wirkt. Außerdem haben die Jungs der Classe Mini anscheinend überhaupt keinen Plan, denn jede Art von Konstruktion ( die ab Juni gefordert ist) wäre dem Segler selbst ja im Wege, wenn er dann seiner schicken Insel hinterher hoppen möchte...

Mein Vorschlag war, die Insel unter dem Niedergang (wo die Batterien liegen) gewichtsgünstig zu lagern, damit man im Notfall auch vom Niedergang aus daran gelangen kann. Hier bahnt sich ein weiterer Schildbürgerstreich der Classe Mini an. Denn der Seenotfall letztes Jahr mit einer TIPTOP, die abgesoffen im Meer trieb, beschreibt ja ganz deutlich wie der Skipper nicht mehr an Deck stehend dazu in der Lage war in das Schiff zu gehen und die Rettungsinsel oder irgendwas anderes herauszuholen. Die Classe Mini schlägt daher anscheinen vor, die Insel 15 cm entfernt vom achteren Not-Ausgang zu deponieren, damit der Notleidende besser von außen drann kommt. Auch im durch gekenterten Zustand.... Willst Du aber im durchgekenterten Zustand hinten von außen ran, musst Du mit einer Hand schwimmend die Luke hochdrücken und dann mit der anderen Hand 35 KG durch wuchten. Absoluter Schwachsinn meine ich. Außerdem kannst Du dann von innen nicht mehr schnell genug drann kommen. Wenn eine Lösung alle Eventualitäten mit einschließen soll, was die CM anscheinend anstrebt, dann müsste die Insel in einem Container außenbords gelagert sein, wie das überall, fast ausnahmslos in der Berufsschifffahrt und auf großen Yachten praktiziert wird.

Das wäre mal für zukünftige Minis eine gute Lösung...



Grüße,

Andreas

Offline malchuth

  • Jr. Member
  • **
  • Posts: 64
Re: Survival Suit
« Reply #7 on: February 03, 2008, 11:18:43 AM »
Unabhängig von den Regeln der Classe Mini kann ich mir eigentlich nur 2 Situationen vorstellen, in denen ich von einem Mini in eine Insel umsteigen wollen würde. Das wären ein, mit Bordmitteln nicht zu löschendes, Feuer und explosion (Batterien). In beiden Fällen möchte ich meine Insel möglichst weit entfernt von der Ursache, und damit direkt hinter der Luke, wissen.
Eine Leinen- oder Schienenkonstruktion würde ich nicht wollen, weil ich davon ausgehen würde, das mindestens im 2. Fall die Mimik zum Teufel ist und ich die Insel sowieso von Hand rausziehen muesste. Dann klemmt's ohne, dann vermutlich verbogene, Schienen wahrscheinlich weniger.

Die Imersion Suits, die ich kenne, haben eigentlich separate Handschuhe (auch diese 3-fingrigen), die zwar noch an dem Teil angebaendselt sind, aber abnehmbar sind. Vielleicht stirbt man ja nicht gleich sofort, wenn man mal für 5 Minuten die Teile abstreift und irgendwas mit den Fingern macht. :-)
Interessant finde ich allerdings die Frage wo man den Suit anzieht (unten, oben, in der Insel?)und wo man ihn auf einem Mini - sinnvoll - lagert?
 
Gruss,
Dirk

Offline andreas

  • Sr. Member
  • ****
  • Posts: 363
Re: Survival Suit
« Reply #8 on: February 03, 2008, 21:25:07 PM »
Unabhängig von den Regeln der Classe Mini kann ich mir eigentlich nur 2 Situationen vorstellen, in denen ich von einem Mini in eine Insel umsteigen wollen würde. Das wären ein, mit

oder wenn der Mast noch steht, das Boot aber aufgegeben werden muss (weil z.B. der Kahn total vollgelaufen ist wie hier : http://blogs.lexpress.fr/aularge/archives/2007/10/rapport_de_mer.html ). Denn sonst nehmen einem die Helicopter Leute nicht so leicht an Bord ihrer fliegenden Insel. Wenn man den Gedanken zuende denkt, könnte man sagen ein geflutetes Schiff brennt nicht mehr, also lieber ne Zange greifen, den Mast kappen und dann rein in's Berge-Körbchen, falls noch notwendig.
Lieber mehr festen Auftrieb an der richtigen Stelle anbringen und auf die Rettungsinsel verzichten. Hat es überhaupt schonmal einen Mini-Segler gegeben, der eine Rettungsinsel wirklich benutzen musste ?

Offline malchuth

  • Jr. Member
  • **
  • Posts: 64
Re: Survival Suit
« Reply #9 on: February 03, 2008, 23:44:32 PM »
Man, wie ich das hasse eine Null in Französisch zu sein. Hatte der ein dickes Loch drin, oder warum hat der nicht das Schott zugemacht und fröhlich leer gepumpt?

Ich würde auch eher die Insel zu Hause lassen als mein Epirb und mein Sart - zumindest solange wir ausschliesslich über Minis reden. 

Offline Thomas

  • Administrator
  • Sr. Member
  • *****
  • Posts: 466
  • Sail your dream
      • About Me
Re: Survival Suit
« Reply #10 on: February 04, 2008, 03:17:58 AM »
Man, wie ich das hasse eine Null in Französisch zu sein. Hatte der ein dickes Loch drin, oder warum hat der nicht das Schott zugemacht und fröhlich leer gepumpt?

Ich würde auch eher die Insel zu Hause lassen als mein Epirb und mein Sart - zumindest solange wir ausschliesslich über Minis reden. 

Er ist abgesoffen weil er das Luk nicht zugemacht hat (zu schwer und schwierig zu handhaben bei Seegang) und unten (aha!) war um sein TPS (aha!) anzuziehen, weil die Bedingungen so bescheiden waren auf dem Rennen, dass es ihm sinnvoller erschien, sich mal zu schützen (always wear protection!). Sein Boot legt sich also in einer Böe auf die Seite und dreht sich dann auf's Dach, während es den Spargel knacken lässt. Die Schale läuft natürlich ziemlich schnell voll (siehe offenes Luk) und bald schwimmt es wie vorgesehen auf Deckshöhe.

Als Randnotiz: Wenn das Boot auf dem Dach liegt, geh nach UNTEN um nach OBEN auszusteigen, nicht durch die Rettungsluke, wenn das Boot sich gleich wieder zurückdreht und dann folglich der Tunnel schnell unter Wasser steht (stell ich mir bescheiden vor, im TPS und dann auch noch durch den Tunnel tauchen...).
Er hatte den TPS aber gar nicht angezogen, und der schwamm ihm fröhlich von dannen.

Benoîts Fazit aus dem Ganzen:

  • die Rettungsinsel ist also gar nicht wirklich zugänglich, wenn das Boot nur noch vom Notauftrieb/Auftriebskörper halbwegs schwimmend gehalten wird
  • das Rettungsmaterial muss in der Kabine gesichert werden, damit nicht mal schnell SAR-/Futtercontainer und TPS auf große Fahrt gehen und ihren Eigner zurücklassen
  • das Rettungsmaterial braucht einen definitiven Platz an Bord und darf von da nicht verrückt werden müssen, und muss natürlich von außen zugänglich sein
  • eine Möglichkeit zur Sicherung des Rettungsmaterials and Deck muss gegeben sein
  • kleine Anmerkung zu den "Details, die den Unterschied machen": Verpackt Euer Kleinkram einzeln und wasserfest im Container! Sonst saufen euch die Ersatzbatterien vom VHF ab, oder die Angelhaken reißen euch die Finger auf...
  • alles was auf Anhieb nötig sein kann, gehört an/in die Rettungsweste
  • mehr LICHT! Alles was hell ist, ist gut für Deine Sicherheit
  • Tür zu wenn's zieht! Wenn Du Dich nicht traust, Dein schweres Luk bei schwerer See zu benutzen, weil's zu umständlich und zu schwer ist, dann ist was mit dem Wesen dieser Türe falsch!
  • VHF-Lautsprecher im Cockpit sollten definitiv obligatorisch werden, sonst sieht's bei schwerer See und entsprechend unwilligen VHF-Gängern, weil seeehr willige Ruder-Gänger eher schlecht aus für den, der Rufen muss!

Das ist also in groben Umrissen und mit der künstlerischen Freiheit eines nicht mit der Materie befassten Gesellen das, was in dem Artikel steht.

Als zu der Rettungsinsel-Benutzung glaube ich im Ohr zu haben, dass mal einer im Transat selbst eine benutzen musste?

Grüße
Thomas
(der weiß, was die Zeit da oben im header ihm sagen sollte...)
Rebuilding The Unofficial Minitransat Website.

Offline malchuth

  • Jr. Member
  • **
  • Posts: 64
Re: Survival Suit
« Reply #11 on: February 04, 2008, 12:27:27 PM »
Danke für die Übersetzung!

Gruss,
Dirk

Offline andreas

  • Sr. Member
  • ****
  • Posts: 363
Re: Survival Suit
« Reply #12 on: February 04, 2008, 13:09:51 PM »
Vor Marseille ist letztes Jahr auch ein Mini abgesoffen. In Landnähe wurde er vom Blitz getroffen. Es hat die 2 Speedo & Echo Pfropfen raus gehauen ohne das er  etwas bemerkt hätte denn er war die ganz Zeit am Surfen. Als er langsamer wurde lief die Karre voll. Er konnte aber die Küstenwache verständigen und bei 20 Kn Schleppfahrt und offener Notluke haben sie die Kiste wieder leer gelenzt.....

Offline Thomas

  • Administrator
  • Sr. Member
  • *****
  • Posts: 466
  • Sail your dream
      • About Me
Re: Survival Suit
« Reply #13 on: February 04, 2008, 13:24:18 PM »
Vor Marseille ist letztes Jahr auch ein Mini abgesoffen. In Landnähe wurde er vom Blitz getroffen. Es hat die 2 Speedo & Echo Pfropfen raus gehauen ohne das er  etwas bemerkt hätte denn er war die ganz Zeit am Surfen. Als er langsamer wurde lief die Karre voll. Er konnte aber die Küstenwache verständigen und bei 20 Kn Schleppfahrt und offener Notluke haben sie die Kiste wieder leer gelenzt.....

O_o

Holy cow... das ist 'ne Jolle!
Rebuilding The Unofficial Minitransat Website.