Author Topic: Yardstick - wie können wir mitmischen?  (Read 3563 times)

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Offline Thomas

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Yardstick - wie können wir mitmischen?
« on: November 26, 2006, 14:14:23 PM »
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Pogolino
Joined: 09 Sep 2006
Posts: 9

PostPosted: Mon Nov 20, 2006 6:19 pm
Post subject: Yardstick - wie können wir mitmischen?


1500kg Gewicht ohne Crew, das muß ja befürchtet werden, wiegt ein Rolland-Pogo segelfertig. Seit Jahren ist Pogolino bei Bornholm Rund dabei. Dort startet er mit Yardstick 96 (Frechheit!). Jede Regattaleitung bekommt Angst, wenn kleine gleitfähige Boote an den Start kommen, weil den fiesen Dingern Spezialkurse nachgesagt werden, auf denen sie schneller sind als alles andere auf dem Wasser. So richtig glaube ich das nicht. Zwar segeln wir gewaltige Spitzengeschwindigkeiten heraus, aber wie schnell sind wir denn im Mittel? Das ist die Frage an Euch. Mir geht es darum, mich an den DSV zu wenden (es kam schon der Tip, daß Fietje Judel diesbezüglich der angenehmere Ansprechpartner ist als Boris Hepp) und eine realistische Yardstickzahl auszuhandeln - Utopie verlaß mich nie! Ein Wert, den ich für realistisch hielte, ist 99 bis 101 je nach Boot. Das fällt zufälligerweise in den Bereich der X79 (100 ohne Reling und 101 mit). Ist schon mal einer gegen eine gefahren? Was waren das für Kurse und wieviel Wind wehte? Welche Segel standen und wie ernst nahm welche Crew das Trimmen? Die Eckdaten sind übrigens erstaunlich ähnlich.
Die kleine X -trägt knappe 40 qm am Wind, wir nur wenig mehr.
-wiegt 1,5 Tonnen nach Prospekt, wir effektiv nur marginal weniger
-ist 6,40m in der CWL lang, wir haben deutlich weniger, weil krängungskonstant
-ist ebenfalls recht flach im Unterwasserschiff und damit halbwegs gleitfähig
Insgesamt ist die X ein Leichtwetterschiff, da dürften wir selbst auf raumen Kursen trotz deutlich mehr Spi kaum einen Stich sehen. Bei mehr Wind wird das anders. Da sollten wir zumindest raumer als 70° schneller sein, dürften aber an der Kreuz nach wie vor Schwierigkeiten haben. Das ist nur ein Beispiel. Ein anderes ist die Hiddensee, die uns in Flensburg hat ziemlich alt aussehen lassen. Die Jungs konnten bis Gammel Pöl auf dem Rückweg mithalten und sind zwischen Henrik und uns in die Förde eingelaufen. Danach wurden sie natürlich abgelascht, aber ist doch erstaunlich für ein Boot mit Yardstick 109 oder ähnlich!
Mein Vorschlag wäre: PogoII und TipTop YS 99, Zero 100 und PogoI 101. Habt ihr Rennerfahrungen im Vergleich mit Dehler 34, Banner 28 Racer, Banner 30, Dehler 29 und dergleichen mehr? Die sind nämlich alle ähnlich in der Yardstickliste aufgeführt. Meiner Meinung nach sind wir raumschots gar nicht so viel schneller als größere und schwerere Schiffe in der Liste, weil wir nur in der Beschleunigung gut sind, dann aber schnell wieder abgebremst werden. Zumindest der alte Pogo hat ein deutliches Problem mit unterschneiden, die neuen Konstruktionen absolut nicht mehr. Pogolino hat jedenfalls richtig was geschafft, wenn er in einer Stunde mehr als neum Meilen hinter sich gebracht hat. Das ist mit auch schon mal ganz gemütlich mit einer Hanse 331 gelungen. Die Abstufung zwischen uns halte ich für einen realistischen Mittelwert. Die alten Konstruktionen können nur noch bei wenig Wind an der Kreuz punkten, aber wie oft hat man das schon mal. Überall anders segeln PogoII und TipTop jedenfalls schneller bis viel schneller als wir.


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andreas
Joined: 15 Sep 2006
Posts: 25
Location: Wedel/Hamburg Germany
   
PostPosted: Fri Nov 24, 2006 1:35 am
Post subject: yardstick


http://www.kreuzer-abteilung.org/Public_PDF/5400.PDF#search=%22yardstick%20system%22

Hier findet man unter 1.2 die Formel für neue Boote. Ein 20er Rennjollenkreuzer wiegt 850 Kg und hat die YS Zahl 97. So ein Boot ist gut gesegelt mit Riesenspi sauschnell.
Eine X99 hat YS Zahl 91 und ist wirklich eine Rakete, eine 3/4 Tonner von X hat die YS-Zahl 94. Die sind zwar an der Kreuz sauschnell aber im Gleiten taugen sie nicht viel.

Ich denke dass es stark Revierabhängig ist. Wenn die Miniklasse mal an Fehmarnrund-Rennen oder Bornholm Rund-Rennen teilgenommen hat, kann man viel mehr sagen. 101 scheint mir zu hoch für die Minis. Irgendetwas zwischen 95 und 99 scheint mir realistischer zu sein.

Die Clubs haben ja ihre YS-Zahlen auf die Reviere ( bzw. auf das Schiff des ersten Vorsitzenden... (der gewinnt meistens)) abgestimmt.

Zufrieden kann man da trotzdem sehr selten sein. Kommt eine lange Kreuz dann gewinnt eine 20 Jahre alte SOLING jedes Rennen.

Man kann das ganze eigentlich ganz schön sauber rechnen, wenn man als Veranstalter dazu motiviert ist. Ob das immer so ist, wage ich zu bezweifeln. Ich habe seinerseits das Dansk Handycap als einfaches und relativ faires Handicap kennengelernt. Auch das englische Club-Racing hat gute Handicaps die auch auf Tidenrevieren funktionieren.

http://www.kreuzer-abteilung.org/Public_PDF/5406.PDF

http://www.yachtrevue.at/neu/bilduploads/dateiuploads/YST_2006_Tiefwasser.pdf

http://www.halsraceresults.com/Downloads/default.htm

« Last Edit: November 26, 2006, 14:22:44 PM by thomas »
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Offline malchuth

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Re: Yardstick - wie können wir mitmischen?
« Reply #1 on: May 07, 2007, 06:28:08 AM »
Fuer extremo scheint es einen ORC-Messbrief zu geben, auf dem ein GPH-Wert von 648 steht. Wenn man das umrechnet auf Yardstick kommt, je nach Teiler (zwischen 7 und 7,2) ein Wert zwischen 90 und 92,5 raus.
Dieser Wert wird fuer den NRWCup 2007 in Lelystad , an dem Pogolino und extremo teilnehmen wollten,zugrunde gelegt. Damit sind wir also in diesem Fall in der Liga X99 und co.... Kann man nur hoffen, das es beim Rennen mit 8 Nummern weht. Dann bleiben die X99 und die Beneteau 25 sicherlich im Hafen. ;-)

Gruss,
Dirk

Offline andreas

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Re: Yardstick - wie können wir mitmischen?
« Reply #2 on: May 07, 2007, 18:17:11 PM »
Also, beim Elbe-Auftakt mit Wolfgangs neuer POGO-2 konnte ich mal ganz gut mit verschiedenen Klassen vergleichen. Wir bekamen den Yardstick 94. Ich würde nach jetztigem Wissenstand sagen, dass man unter Elbe-Bedingungen mit sehr vielen Schlägen, Drehern und Kreuzen und wenig langen Raum-Gängen, wenn man auf SILBER aus ist, gar nicht erst anzutreten braucht. Da kreuzt einem sogar ein Folkeboot gefährlich nah im Kielwasser herum. Ich revidiere ältere Vermutungen und behaupte auf kleinen Dreiecken und Binnen-ähnichen Bedingungen ist alles unter YS 100 ein bisschen unfair. 98 ist vielleicht die Schmerzgrenze. Die Minis könnten aber, wenn die Bedingungen längere Raumschot-Kurse erlauben durchaus die Konkurenz schocken.... Dann schreien sie alle wieder nach einem 95er YS. Das Glück hatten wir auf der Elbe nicht. Die Nordseewoche wird mehr Aufschluss geben...

Offline Helge GER649

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Re: Yardstick - wie können wir mitmischen?
« Reply #3 on: May 07, 2007, 22:17:43 PM »
Die Nordseewoche wird sicherlich helfen einer Antwort zu diesem Thema ein Stückchen näher zu kommen!

Ich denke das ein gerechter YS zwischen 97 und 100 liegen sollte.
Letzes Jahr durfte ich mehrmals gegen eine Benetau 27.7 segeln die einen YS von 97 hat und jedesmal gleich schnell war. Ebenso gleich schnell eine Gin Fizz mit YS 97.

Überhaupt nicht gleich schnell ist jedoch das Starboot mit YS 97! Die waren schon voll als wir in den Hafen kamen!
 
Unterschiede zwischen Serienminis zu machen ist jedoch nicht richtig!
Die Minis teilen sich in zwei Gruppen: Serie und Proto! Und so muss auch bewertet werden!
Ein 20er Rennjollenkreuzer von 1970 hat ja auch den gleichen YS wie einer von von 2007!

Mein Wunschyardstick ist 102! Damit kann man gewinnen aber auch verlieren!
In der Jadeyardstickliste stehe ich dieses Jahr wieder mit YS 102 und es gab keine Beanstandung seitens der Versammlung.

Gruß Helge


               

Offline andreas

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Re: Yardstick - wie können wir mitmischen?
« Reply #4 on: May 08, 2007, 16:25:06 PM »
Hört sich gut an ! ....obwohl Deine Kohlefaserkiste eigentlich YS 75 verdient hätte (-;

Offline Helge GER649

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Re: Yardstick - wie können wir mitmischen?
« Reply #5 on: May 08, 2007, 22:36:13 PM »
Wenn ein Mini aus Kohlefaser die YS 75 rausfahren würde, dann würde ich nochmal neu bauen!
Das kannst mir aber glauben!!

Das Problem ist einfach die Länge.

Oder wie ein Freund von mir immer sagt:"Er ist kürzer als du denkst!"

Die Ruderanlage könnte ich mitnehmen, die ist echt. Die andere Kohle ist nur Show! Handläufe sind aus Holz, der Gennakerbaum und die Jockeypoles sind aus Alu. Im Rumpf sind nur ein paar Lastlinien aus Kohle UDs.

Ansonsten ist mein Mini grundsolide aus Glas/Kevlar gebaut. Er soll nämlich auch in 20 Jahren noch Wind und Wellen trotzen können! Falls ich mir bis dahin nicht schon die Ohren abgesegelt hab :-))))

Hab heute erstmal in strömendem Regen auf´m Boot gesessen und mir überlegt wie ich den Ap an der Schaumpinne fest bekomme.
(Da muss ich bestimmt 20g Epoxy verbauen. Wird das nicht viel zu schwer?)  :-))))))

SG Helge




 


Offline andreas

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Re: Yardstick - wie können wir mitmischen?
« Reply #6 on: May 10, 2007, 10:17:30 AM »
Ne schöne verzinkte Stahlschelle aus'm Baumarkt....

Dann kommst Du bei Hack auch besser ins's Gleiten bzw bleibst länger in dem Zustand....  (-;